Warum benötigt man finanzielles Wissen?

Warum benötigt man finanzielles Wissen?

Wie ich in meinem ersten Post bereits geschrieben habe möchte ich euch hier über meine Erfahrungen im Hinblick auf Finanzen aber auch über finanzielles Wissen sprechen. Doch wozu das Ganze? Viel zu wenig Menschen kümmern sich um ihre Finanzen und geben durch Verträge mit Banken und Versicherungen Freiheit im Berufsleben auf um Freiheit im Alter zu erlangen. Das Klingt auf den ersten Blick paradox, doch anhand eines Beispiels, was beinahe jeder Arbeitnehmer gekauft hat, lässt sich das Verdeutlichen.

Die Riester Rente – Fragwürdige Freiheit für einen hohen Preis

Die Riester-Rente oder jede andere private Zusatzrente ist ein Vertrag, in dem du monatlich etwas einzahlst, um dann in deiner Rente das Eingezahlte plus Rendite in monatlichen Stücken zu erhalten. Dass der Staat dich anfangs Unterstützt, indem er selbst etwas in den Pott wirft und dir steuerliche Erleichterungen gibt, aber in der Auszahlungsphase sich alles und noch ein bisschen mehr wieder holt, sei dahingestellt. Die Anstalt vom ZDF hat dazu in ihrem kabarettistischen Stil dies einmal betrachtet [Link zu Youtube]. Mir geht es darum, dass ihr euer Leben lang jeden Monat einen Betrag X in diese Riester Rente zahlt und was macht diese Rente damit? Sie legt es in Fonds an. Könnte man das nicht selber auch machen?

Gebühren fressen jede Rendite

Der Vorteil an dem selbst anlegen liegt für mich auf der Hand. Die Gebühren – Für Versicherungsgeber, Fondmanager und Co. – von mindestens 5% pro Jahr. Bei einer historischen Inflation von 2,1% und einer historischen Daxentwicklung von 7,3 % bleibt am ende ein 0,2 prozentiger Realgewinn pro Jahr über. Immerhin ein Gewinn.

Doch auch die Vertreter sind nicht verlegen dir eine Riester Rente aufs Auge zu binden. Der in meinen schlimmste Fall war bei einer Honorarberatung für Studenten. Hier haben wir zusammen eine Excel mit Zahlen gefüllt. Jedes Jahr 4% des Einkommens aber maximal 2100 Euro, von denen du ja die Hälfte vom Staat zurück bekommst durch deine Steuererklärung. Am Ende Stand drauf, dass ich für meine Riester Rente eine Rendite von 8,7 % erhalte. Auf den ersten Blick war ich Buff aber hatte auch Bauchschmerzen. „Warum steht da 103 Jahre?“ fragte ich mich und der Vertreter erklärte mir, dass das meine Lebenserwartung ist. Falls ich älter werde erhöht sich sogar noch meine Rendite.

Glaube keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast

103 Jahre? Den Rest könnt ihr euch selber denken. Der Vertreter war ab diesem Zeitpunkt für mich Geschichte und ich hab angefangen mich finanziell zu Bilden. Lege ich über 40 Jahre 2100 Euro jährlich zur Seite, habe ich in 40 Jahren 84000 Euro gespart. Erwarte ich eine jährliche Rendite von 7,3 % ist das Geld am ende 486355 Euro wert und hat sich fast versechsfacht. Man muss natürlich bedenken, dass darauf noch Kapitalertragssteuern bzw. andere Steuern kommen. Am Ende hat der Zinseszinseffekt aber den Riestereffekt deutlich besiegt.

Warum andere bereichern?

Also stelle ich euch die Frage, warum sollte man andere Leute bereichern mit irgendwelchen Produkten, die nur Gebühren inne haben. Warum bildet man sich nicht selbst weiter, stellt ein Diversifiziertes Portfolio auf und hat am ende seines Lebens Vermögenswerte, welche die Rente bezahlen und nicht ein Produkt, welches von findigen Versicherungen kreiert wurde.

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