Das Geheimnis des Sparens: 1. Lebensstil

Das Geheimnis des Sparens: 1. Lebensstil

Um Sparen zu können, muss man sich über seine Ausgaben und seinen Lebensstil Gedanken machen. In dieser Reihe „die Kunst des Sparens“ möchte ich euch ein paar Denkanstöße geben, aber keineswegs irgendwelche Knauser Tipps geben. Im Leben habt ihr die Entscheidung über eure Ausgaben und dadurch alle Freiheiten eure finanzielle Freiheit in 20 oder 30 Jahren zu erreichen oder gar nicht.

Wie ist euer Lebensstil?

Jede Phase im Leben hat auswirkungen auf euren Lebensstil. Während man im Studentenleben oft sein Geld für Partys und Junkfood ausgibt aber doch mit relativ wenig Budget klar kommt wird mit dem ersten Job gleich ein anderer Lebensstil wichtig. Mit den Freunden oft Essen gehen, sich Netflix nicht mehr zu dritt teilen und das Premium Sport Paket ist doch besser als in die Kneipe nebenan zu gehen. Daraus wird dann mit der ersten Gehaltserhöhung dann Essen im Steakhouse und das Sky Komplettabo. Das billige Fitnessstudio weicht dann dem Premium Fitnessstudio mit Sauna und Massage. Doch muss das alles sein? Welchen Lebensstil hat man momentan und warum ändert man diesen?

Sich mal was gönnen

Ich selber habe es bei mir auch gesehen. Mit dem ersten Job kam der Upgrade auf eine Glasfaserleitung – obwohl ich gar keine Zeit mehr zum zocken habe – Sky Go – für 240 Euro im Jahr hab ich 10 Spiele gesehen – und eine neue Kollektion von Klamotten. Ich habe das eine mit „ich will mir doch auch mal was gönnen“ und das andere als Belohnung für mein Studium vor mir gerechtfertigt. Ich hatte sozusagen vor meinem ersten Gehalt einen nicht zu vernachlässigenden Teil meines Jahresgehalts verplant. Im Nachhinein frag ich mich wozu? Waren meine Klamotten auf einmal nicht gut genug? Waren die Fußballspiele in der Kneipe oder bei Freunden langweilig? Mein Lebensstil hat sich geändert, aber ich habe ihn zu spät bzw. gar nicht hinterfragt.

Konsumgeil

Warum ist das so? Ich denke von mir, dass ich zu dem Zeitpunkt einfach nicht finanziell gebildet genug war. Meine Freundin nannte es „Konsumgeil“ und ja das war ich. Ich hatte es, also konnte ich es und in unserer Gesellschaft sieht man das viel zu häufig, dass Leute ihren Lebensstil überbewerten. Spätestens mit ende des Studiums hat man sich über finanzielle Aspekte und Investitionen unterhalten. Mir bleibt im Kopf ein Freund, der meinte, dass er sich mit seinem neuen Job erst einmal ein neues Auto kaufen möchte – natürlich nicht unter 250 PS. „Meine Strecke ist immer offen, da brauch ich die Power um vorwärts zu kommen und Autos sind mein Interesse und mein Hobby. Die Finanzierung ist auch preiswert.“ Er hat die Entscheidung getroffen 2,5 -3 Jahresgehälter vor seinem ersten Gehalt auszugeben. Wir belohnen uns meist zu früh und zu stark.

Hinterfragt eure Ausgaben

Viele Ausgaben lassen sich kritisch Hinterfragen. Es ist nichts schlimmes dabei mal Geld auszugeben um Spaß zu haben. Man muss aber immer das Ausmaß kennen. Mein Freund tat es nicht, denn er hat immer nur mit dem Anschaffungswert gerechnet und nicht mit Steuern, Versicherungen und den 50% mehr Sprit, die er bezahlen muss. Auch 20 Euro im Monat für Sky klingen im ersten Moment nach einem Schnäppchen, Rechne ich um, dass ich 24 Euro pro Spiel gezahlt habe, hätte ich mehr Spaß bei einem Auswärtsspiel gehabt.

 

Ich hoffe du hast dich in manchen Punkten gesehen und hinterfragst dich auch kritisch, denn nur wer sich Fehler eingesteht, der lernt und wächst aus diesen.

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